… was uns überhaupt nicht gefällt. Über den „überarbeiteten Entwurf“ hatten wir schon berichtet. Hier sind jetzt ein paar weitere Informationen.

Der Grund für die drastische Verkleinerung des Landschaftsschutzgebiets ist, dass Siemens der Umwandlung nicht zustimmt und das Gelände als „Reservefläche“ mit „strategischer Bedeutung“ verfügbar halten will. Laut Flächennutzungsplan ist es eine Gewerbefläche; einen Bebauungsplan gibt es schon lange nicht mehr.
Sie versuchen die Stadt Nürnberg damit unter Druck zu setzen; mit Argumenten wie einem kompletten Rückzug aus Nürnberg. So ganz verstehen wir das nicht, da Siemens auch ohne dieses Thema genau diesen Rückzug plant.
Falls die Stadt Nürnberg hier nicht zustimmt, hat man wohl gedroht, auch den für den Radweg erforderlichen kleinen Streifen nicht zu verkaufen.
Mit dieser „Überarbeitung“ hat die Stadt Nürnberg offensichtlich dem Druck von Siemens nachgegeben.
Zu diesem Thema gibt es in der ARD-Mediathek auch zwei Beiträge – mit praktisch identischem Inhalt – einmal in Tonform und einmal als Video.
Der bebaute Teil des Moorenbrunnfelds, der bisher von Siemens genutzt wurde, ist hiervon grundsätzlich nicht betroffen – er wurde schon vor längerer Zeit an VGP verkauft, die das Gelände vermarkten will. Sie sehen es als einen idealen Standort für Logistik.
Wie das aussehen kann, sieht man hier:
https://www.vgpparks.eu/de/parks/nuernberg
Was ist unsere Meinung zu diesem Thema?
Um dieses (verbleibende) Gebiet kämpfen die Menschen aus Moorenbrunn, Altenfurt und Langwasser seit ca. 35 Jahren. Schon die Bebauung durch Siemens war in den 80er Jahren ein massiver Eingriff.
Wir können das Vorgehen nicht nachvollziehen. Wenn Siemens hier eine „Reservefläche“ benötigt – warum haben sie dann ihr Areal an VGP verkauft?
Was Siemens mit dem jetzt noch unbebauten Gelände plant, erschließt sich uns nicht wirklich. Die einzige plausible Möglichkeit ist aus unserer Sicht – sie wollen das Gelände möglichst gewinnbringend vermarkten.
Bisher hatten wir auch die Zusage der Stadt Nürnberg, dass dieses Gelände nicht bebaut werden kann. Die Verweigerung der Umwandlung würde allerdings genau dieses Vorgehen deutlich vereinfachen. Der Status „Landschaftsschutzgebiet“ hätte den Erhalt wesentlich besser abgesichert.
Der Bürgerverein und die Anwohner in Moorenbrunn, Altenfurt und Langwasser sind enttäuscht und wütend.
Hat man uns hier vordergründig in Sicherheit gewiegt, während man bereits mit Siemens und/ oder VGP „gedealt“ hat?
Wir würden sagen: „So geht es nicht!“
Was planen wir?
Am 19.9.2026 planen der Bürgerverein und der Bund Naturschutz eine Aktion auf dem Moorenbrunnfeld, um deutlich zu machen, dass dieses Stück Natur erhalten werden muss und nicht kurzlebigen monetären Interessen geopfert werden darf.
Es wird Reden, Informationen und Führungen über das Feld geben. Die Reste von Naturflächen und Wald, die es im Nürnberger Südosten noch gibt müssen nachhaltig geschützt werden. Dazu hat sich eigentlich auch die Stadt Nürnberg verpflichtet.
Details hierzu werden rechtzeitig auf unserer Homepage, unserer Facebookseite und den Schaukästen zu finden sein.
