Aktuelles zum ICE-Werk

19.09.2021: Der Standort „Altenfurt/Fischbach“ ist vom Tisch.

Wir haben hierzu ein Pressestatement verfasst:

Wie sieht der Bürgerverein Nürnberg Südost e.V. die aktuellen Entwicklungen
der Standortsuche für ein ICE-Werk?


Der Bürgerverein Nürnberg Südost e.V. hat die Nachricht, dass der Standort „Altenfurt/Fischbach“ seitens der DB Fernverkehr AG zurückgezogen wurde, mit großer Erleichterung aufgenommen.

Die offizielle Begründung, dass die Zufahrt technisch so nicht machbar ist, ist für uns durchaus nachvollziehbar. Nur verwundert es etwas, dass die Bahn sich erst jetzt damit beschäftigt. Für uns war das schon länger ein wichtiger, ungeklärter Punkt.

Fragen des Bürgervereins, wie denn die Zufahrt gestaltet werden soll, wurden mit dem Hinweis auf den frühen Stand des gesamten Planungsprozesses nicht beantwortet. Dabei war augenscheinlich klar, dass es hier – ganz unabhängig von den Eingriffen in den Bannwald und der Situation für die Anwohner – Probleme geben wird.

Die Vorstellung der Standorte beschränkte sich darauf, den Flächenbedarf für das reine Werksgelände zu definieren.

Für die An- und Abfahrt hätte es sicher noch massive Eingriffe im Bereich „Bahnhof Fischbach“, Löwenberger Straße und Regensburger Straße, verbunden mit einem weiteren Flächenbedarf und enormen Auswirkungen für den Straßenverkehr gegeben.

Was uns überrascht hat, war die Tatsache dass die Bahn alle Kritik der Anwohner, der Naturschützer und der Politik so lange ignoriert hat.

Gemäß unserer Satzung werden wir uns auch weiterhin nicht zu den verbleibenden Standorten äußern, die alle außerhalb unseres Vereinsgebiets liegen. Auch werden wir keinesfalls nach dem „Sankt Florians Prinzip“ einen anderen, konkreten Standort ins Spiel bringen.

Was uns aber enorm wichtig ist:

Lärm- und Lichtemissionen, die unser Vereinsgebiet betreffen können, bleiben für uns natürlich ein Thema. Wir werden uns weiterhin konsequent und massiv gegen alles wehren (insbesondere geht es hierbei um Makrophon-Tests), was die Anwohner in unserem Vereinsgebiet belastet.

Es ist auch weiterhin unser Standpunkt, dass wir eine generelle Verkehrswende befürworten, die auch Rücksicht auf Umwelt und Natur nimmt – was ebenfalls Bestandteil unserer Satzung ist. Hierfür muss ein wirklich geeigneter Standort (z.B. eine Industriebrache) gefunden werden und das ist die Aufgabe der Bahn!

Für den Bürgerverein Nürnberg Südost e.V.

Werner Miegl Alexander Maron
Vorsitzender stv. Vorsitzender


03.09.2021: Die Bahn hat in einer Presseerklärung darüber informiert, dass der Standort Fischbach/Altenfurt aus ihrer Sicht als nicht geeignet gilt. ICE-Werk Standortauswahl

28.08.2021: Der Standort Fischbach/Altenfurt ist weiter aktuell und wird von der Bahn nach wie vor im Verfahren belassen. Der Südosten protestiert daher natürlich immer noch mehr! Bitte die nächste Demo vormerken. Edit 04.09.2021: Die Demo wurde inzwischen abgesagt.

24.07.2021: Heute wurde in Altenfurt wieder gegen den Standort für das ICE Werk demonstriert. 450 Teilnehmer sorgten bei schönem Wetter (was vorher nicht unbedingt sicher zu erwarten war) für eine tolle Atmosphäre. Die Veranstaltung war wieder super organisiert – Danke an Markus Fleischmann und Frank Venjakob für die Organisation. Wir vom Bürgerverein unterstützten wieder etwas mit der Technik und einem Redebeitrag (Video auf facebook). Die nächste Veranstaltung ist für den September geplant.

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Musterschreiben – Textvorlage für ROV zur P53 erstellt

Der Bürgerverein stellt hier eine Textvorlage für Einwendungen gegen die Juraleitung P53 im Raumordnungsverfahren zur Verfügung, die von möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern genutzt werden sollte.

WICHTIG: Die reine 1:1-Übernahme der Textvorlage ist nicht ratsam. Einzelne Passagen müssen noch angepasst werden. Insgesamt ist es von Vorteil, wenn die Einwendungsschreiben möglicht individuell gestaltet werden. Es können Passagen gelöscht und neue hinzugefügt werden. Der Text liegt als ODT-Dokument vor und kann von MS Word und vielen anderen Textverarbeitungsprogrammen bearbeitet werden.

NEUBAU DES REWE MARKTES IN MOORENBRUNN!

VIDEOKONFERENZ ZUR VORSTELLUNG DES NEUBAUS MIT ZEITPLAN

Auf Einladung von Herrn Dr. Fraas (Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg) fand am 27.04.2021 eine 1-stündige Videokonferenz statt, in der Herr Alexander Deisenrieder (Regionalleiter REWE Group) dem Bürgerverein Südost und der Gemeinschaft Fischbacher Unternehmer die Pläne für den Neubau vorstellte.

Ein Neubau wurde nötig, einerseits aus energetischen Gründen, andererseits durch das Alter des bestehenden Gebäudes. Herr Deisenrieder stellte die Planung detailliert vor und stellte sich all unseren Fragen.

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P53 – Hintergründe und Aktuelles

Geplanter Bau einer neuen Stromtrasse (Projekt P53 Raitersaich-Ludersheim-Sittling-Altheim und hier speziell Maßnahme M54 Ludersheim – Raitersaich) (von Claudia Menz-Raithel)

Im Zuge der geplanten ( und auch nötigen) Energiewende wurde von der Bundesregierung beschlossen, dass Strom, der z.T. durch Windenergie in Norddeutschland erzeugt wird, über neu zu errichtende Stromtrassen in den Süden Deutschlands geführt werden soll, um so dafür zu sorgen, dass die Stromversorgung sichergestellt ist. Das ist die offizielle Begründung für den Bau dieser gigantischen Stromtrasse.

Die Idee einer Umstellung auf die Stromerzeugung durch erneuerbare Energien, ist grundsätzlich zu befürworten. Eine Abkehr von Kohle und Gas ist ganz im Sinne einer vielleicht noch möglichen Abmilderung des fatalen Klimawandels, den wir gerade weltweit erleben. Eine solche Umstellung auf erneuerbare Energien kostet Zeit und Geld und ist auch sicherlich nur im europäischen Verbund möglich.

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Juraleitung nahe Moorenbrunn schon beschlossen?

Es bestehen derzeit erhebliche Befürchtungen, dass die Juraleitungsvariante direkt an Moorenbrunn angrenzend bevorzugt in das Raumordnungsverfahren eingeht.

Der Bürgerverein setzt sich aktuell dafür ein, dass dieser Umstand den Bürgern im Südosten publik gemacht wird und auch unsere Politiker den Ernst der Lage erkennen.

Karte (Fa. Tennet) – Die dunkelblaute Trasse „Raumordnungskorridor“ scheint die bevorzugte Variante zu sein. Bitte nicht auf den Trick hereinfallen: Moorenbrunn grenzt fast unmittelbar an diese blaue Linie. Nürnberg ist in Wirklichkeit viel größer, als auf dieser Karte dargestellt!

Hier der Trassenverlauf direkt an Moorenbrunn:

Juraleitung Variante

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