„Juraleitung Abschnitt A-West „Erörterungstermin Juraleitung in Schwabach am 21. und 22. September 2026 …

… wir waren natürlich dabei und haben uns auch geäußert.

Die Veranstaltung war erwartungsgemäß gut besucht. Auf der Bühne waren auf der einen Seite insgesamt 6 Vertreterinnen und Vertreter von TenneT bzw. des beauftragten Planungsbüros – im Wesentlichen die zuständige Projektleitung mit juristischer Unterstützung und auf der anderen Seite die Regierung von Mittelfranken, angeführt von Herrn Wolf und Frau Dr. Leuzinger. Später kam noch Herr Dr. Kurz vom LfU (Landesamt für Umwelt) dazu, seine offizielle Rolle „unabhängiger Sachverständiger“.

Was den Ablauf betrifft, gab es eine Besonderheit – die Teilnehmer mussten sich vor Beginn in eine „Redeliste“ zu den einzelnen Tagesordnungspunkten eintragen – eine Begrenzung der jeweiligen Redezeit war nicht vorgesehen. Davon wurde eifrig Gebrauch gemacht, was die Abarbeitung der Tagesordnung deutlich in die Länge zog.

Zunächst gab es viele, sehr emotionale Beiträge über die Sorgen der betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner, die sich um ihre Gesundheit und Wohnsituation große Sorgen machen.

Im Mittelpunkt standen hier – neben den Masten und der Natur – vor allem auch die Belastungen durch elektromagnetische Felder und deren Auswirkungen auf die Gesundheit und natürlich der sehr geringe Abstand zur Wohnbebauung von ca. 180m – im Gewerbegebiet sogar teilweise noch weniger.

Erwartungsgemäß wurden diese Gefahren durch TenneT als nicht wirklich vorhanden dargestellt, was aber die Teilnehmer vor Ort nicht überzeugte.

Mit großer Skepsis wurden die Darstellungen von Herrn Dr. Kurz aufgenommen, der im Kern jeweils die Argumente von TenneT aufgegriffen hat. Man kann es auch so sagen: seine Neutralität wurde schon etwas bezweifelt.

Natürlich kam auch der Bürgerverein zu Wort – gesprochen haben hier Claudia Menz-Raithel und Werner Miegl. Wir haben noch weitere sachliche Argumente eingebracht.

Hierbei ging es um den Begriff „Ersatzneubau“ (in unseren Augen eine glatte Irreführung – tatsächlich handelt es sich um einen echten Neubau), um die geschönte Darstellung auf der TenneT-Hompepage mit fast transparenten Masten und vor allem um die absolute „Überbündelung“ von kritischer Infrastruktur.

Im Bereich von Moorenbrunn befänden sich hier Autobahn, Eisenbahn, Stromtrasse und Gewerbegebiet in unmittelbarer Nähe. In unseren Augen ist das keine unkritische Situation.

Weitere Diskussionspunkte betrafen das Verfahren selbst, wie z.B. den Umgang mit alternativen Verläufen.

Was ist die Erkenntnis aus dieser Veranstaltung?

Es wurde viel vorgebracht und wir hoffen, dass das von der Regierung von Mittelfranken auch entsprechend aufgenommen und im Beschluss auch berücksichtigt wird. Signale waren, dass einige Punkte aus der TenneT-Argumentation schon hinterfragt wurden.

Die Möglichkeiten der Regierung von Mittelfranken sind auf jeden Fall die Verweigerung eines Planfeststellungsbeschlusses und die Anforderung weiterer Planungsunterlagen. Mal sehen was passiert.

Und wir gehen immer noch davon aus, dass uns die Stadt Nürnberg hier unterstützt und ggf. gegen einen entsprechenden Planfeststellungsbeschluss klagt.