Landschaftsschutzgebiete genießen besonderen Schutz

Wer sich im Frühling in das Nürnberger Stadtgebiet aufmacht, begegnet an vielen Stellen einem Schild, das in einem grün umrandeten Dreieck einen schwarzen Adler auf weißem Grund zeigt.

Schild Landschaftsschutzgebiet

Dieses Schild markiert Landschaftsschutzgebiete und damit Orte, an denen inmitten oder am Rande der Großstadt noch Natur erlebbar ist. Solche Freiräume sind in Großstädten wie Nürnberg sehr knapp. Entsprechend hoch ist die Zahl der Erholungssuchenden, die in ihrer Freizeit die Landschaftsschutzgebiete aufsuchen. In der Landschaftsschutzverordnung sind daher bestimmte Regeln festgelegt, die dafür sorgen sollen, dass der Naturhaushalt in Takt bleibt.

„Landschaftsschutzgebiete genießen besonderen Schutz“ weiterlesen

Stehrstraße mit Zusatzschild

An der Stehrstraße in Fischbach wurde ein Zusatzschild über die Person des historisch belasteten Namensgebers angebracht.

Dr. Michael Fraas, Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg, teilte uns dazu die Hintergründe mit.

Mitglieder des Bürgervereins Nürnberg Südost hatten 2015 angeregt, wegen der Rolle Herrmann Stehrs in der NS-Zeit die Straße umzubenennen.

Dem folgte eine grundsätzliche Diskussion in der Stadtverwaltung und im Verkehrsausschuss des Stadtrats über den Umgang mit historisch belasteten Straßennamen. Im Falle der Stehrstraße wurde es als vertretbar erachtet, den Straßennamen beizubehalten. Die Anwohnerbefragung ergab eine Mehrheit für die Beibehaltung des Straßennamens, aber durch ein Zusatzschild soll auf die Rolle Stehrs in der NS-Zeit hingewiesen werden.

Dr. Fraas dazu: „Dies ist der anspruchsvollere und auch schwierigere Weg im Vergleich zu einer Umbenennung, die einen strittigen Namen verschwinden ließe, aber auch wie ein schnelles, problemloses „Weißwaschen“ aussehen könnte. Mit dem Zusatzschild wird zu einer kritischen Auseinandersetzung mit einem historisch belasteten Namensgeber angeregt.“

Bauvorhaben Velodrom öffentlich bekannt gemacht

Für das Velodrom wurde ein Antrag auf Baugenehmigung bei der Stadt Nürnberg gestellt. Die Behörde hat das Bauvorhaben daraufhin öffentlich bekannt gemacht, u. W. in der Zeitung vom 8. Januar 2020. Nun sind Pläne einsehbar und für Einwendungen läuft eine Frist von einem Monat.

Hier der wesentliche Auszug der Veröffentlichung (Quelle: Stadt Nürnberg)

Ausschnitt öffentliche Bekanntmachung zum Bauvorhaben Velodrom
Ausschnitt öffentliche Bekanntmachung zum Bauvorhaben Velodrom (Quelle: Stadt Nürnberg)

(Ganz nebenbei: Müsste nicht eigentlich die Digitalisierung in Deutschland weiter vorangeschritten und diese Unterlagen im Internet einsehbar sein? Und wäre es nicht auch besser für den Klimaschutz, wenn Interessierte nicht in das Amtsgebäude reisen müssen?)