Neues ICE-Werk

Neues ICE-Werk zwischen Altenfurt und Fischbach

Nach den uns vorliegenden Informationen ist der von der Bahn präferierte Standort für das ICE-Werk in etwa parallel zur Karl-Hertel-Straße im Waldstück zwischen Bahnlinie und Regensburger Straße – in der Nähe des S-Bahn-Halts Fischbach. Der Bürgerverein versucht aktuell, die Verantwortlichen zu sprechen. Eine aussagekräftige und und veröffentlichungsfähige Präsentation der Stadt oder der Bahn mit Plan liegt uns leider bisher nicht vor. Die Projektwebsite der Bahn hält diese Informationen nach unserer heutigen Prüfung ebenfalls nicht bereit, weshalb wir sie derzeit hier auch nicht verlinken.

Keine gute Bürgerbeteiligung: Der Bürgerverein war im Vorfeld nicht rechtzeitig und nicht angemessen eingebunden, bleibt aber dran und wir veröffentlichen selbstverständlich alle uns vorliegenden Informationen sofort und transparent hier.

Was kommt da auf uns zu? Ein Blick nach Köln verrät es uns. Dort existiert seit 2018 ebenfalls ein ICE-Werk – es ist ungefähr halb so groß wie das hier geplante. Die Anwohner berichten:

  • Unerträglicher Lärm durch wartende Züge auf den Abstellgleisen außerhalb der Halle mit laufenden Motoren und Klimaanlagen ununterbrochen 24 Stunden pro Tag
  • Lärmbelästigung durch Bremstests im Freien rund um die Uhr
  • Lautes Hupen – Huptests im Freien ebenfalls rund um die Uhr – unvermindert hörbar auch in über 1 km Entfernung. Insbesodere davon sind alle Anwohner in Altenfurt, Fischbach und Moorenbrunn stark betroffen. Niemand ist davon weit genug entfernt!
  • Nächtliche Lichtbelästigung wie auf einem Flughafen

Was will man uns im Südosten eigentlich noch alles zumuten? Für den Bürgerverein ist klar: JETZT ist der Bogen eindeutig überspannt.

Das Fass an Zumutungen für den Nürnberger Südosten läuft nun mit dem ICE-Werk endgültig über. In einem Artikel der NN sind nur Autobahnkreuz Ost in drei Ebenen übereinander, Tennet-Juraleitung und ICE-Werk genannt. Hinzu kommen: die riesige Radsporthalle auf dem Moorenbrunnfeld, ein völlig verkorkster Bahnhof Fischbach mit fehlendem zweiten Zugang, so dass es regelmäßig zu beängstigenden Szenen zwischen Fahrgästen der Bahn und Fahrzeugen auf der Löwenberger Straße kommt, der untragbare Straßenzustand in Altenfurt und Fischbach und der seit Jahren versprochene Radweg an der Oelser Straße, der abgelehnt wird mit der Begründung – Achtung, jetzt kommt’s: Umweltschutz.

Wie genau ist die Lage des Werks direkt an der Altenfurter Bevölkerung und im Nürnberger Reichswald? Eine Karte hat uns die Deutsche Bahn bisher leider nicht zur Verfügung gestellt, daher mussten wir versuchen, die Lage der von der Bahn bevorzugten Variante nach den uns vorliegenden Informationen ungefähr darzustellen:

Ungefähre Lage des ICE-Werks zwischen Altenfurt und Fischbach (Karte: © OpenStreetMap-Mitwirkende (openstreetmap.org), Daten unter Open-Database-Lizenz verfügbar (opendatacommons.org), Kartografie gemäß CC BY-SA lizenziert (creativecommons.org))

Link zur Petition „Stoppt die Rodung des Nürnberger Reichswaldes“ bei change.org

Link zur WDR-Mediathek mit dem Beitrag „Lärm aus dem ICE-Werk“ (Der Beitrag bezieht sich auf das 2018 in Köln-Nippes errichtete ICE-Werk und ist in der Mediathek nur noch verfügbar bis 27.11.2020.)

Weitere Informationen auch auf der Stadtteilversammlung am 24. November 2020 (Begrenzte Teilnehmerzahl aufgrund behördlicher Auflagen)

Wichtig ist es jetzt, dass der Bürgerverein möglichst schlagkräftig für die Interessen der Bürgerinnen und Bürger im Südosten eintreten kann. Nur so lässt sich dieses Wahnsinnsprojekt verhindern oder zumindest abmildern. Bitte unterstützen sie uns in jeder Hinsicht, durch Mitarbeit, Beiträge und Kommentare in sozialen Medien und durch Ihre Mitgliedschaft im Bürgerverein (nur 12 EUR/Jahr)!